Ecole Secondaire, St. Kizito

Ecole Secondaire, St Kizito à Musha (kurz ESK) ist eine Erweiterung von Hameau des Jeunes. Die Schule wurde Nahe umudugudu errichtet und beherbergt im Moment an die 400 Schüler. Es handelt sich dabei quasi um ein Internat, in dem die Schüler unterrichtet, verpflegt und beherbergt werden.

Tagesablauf und Gebäude

Die Gebäude der ESK zeigen alle einen ähnlichen Aufbau. Die Schlafsäle der Mädchen und Jungs sind groß gehalten. Jedes Kind schläft in seinem eigenen Bett und es gibt genügend Platz um sich in den Sälen frei bewegen zu können. Die Stockbetten der Schüler sind mit Schlafmatratzen und Moskitonetzen ausgestattet. Natürlich schlafen Jungen und Mädchen in voneinander räumlich getrennten Schlafsälen.

Der Essenssaal ist ebenso großräumig gestaltet. Die Schüler bekommen täglich drei Mahlzeiten. Das Frühstück ist porridge, ein nahrhaftes dickflüssiges Getränk (normalerweise auf der Basis von Haferflocken; hier jedoch auf der Basis von Mais) – ähnlich dem deutschen Haferschleim. Zum Mittagessen und Abendessen wechseln die Köche die Mahlzeiten. Grundsätzlich bestehen diese aus Kartoffeln, Reis, Bohnen, und anderen Gemüsen, was die Ernährung abwechslungsreich gestaltet.

Die Klassenzimmer sind mit großen Fenstern ausgestattet. Somit kann jederzeit viel Licht die Räume erhellen. Die Tafel zieht sich über die gesamte Länge einer Wand; es sind deren auch zwei, jeweils auf den beiden gegenüber liegenden Seiten der Klassenzimmer. Zu beachten ist auch das aus Ziegeln erstellte Dach, was zu einer erhöhten Wärmeisolation tagsüber führt. Wären die Dächer normal mit Wellblech gedeckt, so würde sich im Verlauf des Tages ein enormer Hitzestau bilden.

Weitere Räume sind die Krankenstation und ein Computerraum, in dem die Schüler den Umgang mit neuen Medien beigebracht bekommmen.

Natürlich werden auch inn ESK Prüfungen geschrieben. Am Ende eines jeden Trimesters erwartet die Schüler Abschlussarbeiten in allen Fächern.

ESK ist eine vergleichsweise junge Schule, die sich noch mit der Bewältigung unterschiedlicher Heruasforderungen konfrontiert sieht. Die erste besteht momentan im Aus- und Umbau der Schule, der sowohl neue Lehrerzimmer vorsieht, als auch die Errichtung einer großen Aula, die auch für die umliegende Bevölkerung als Versammlungssaal zur Verfügung gestellt wird. Zudem wird versucht der – für Ruanda fast schon obligatorische – Lehrmittelknappheit durch die Anschaffung schultyps- und regionalspezifischer Lehrbücher zu begegnen.

 Die Schüler

Die neun Klassen der ESK unterteilen sich – je nach Jahrgang – in vier erste, vier zweite und eine dritte Klasse (entsprechend dem deutschen Schulsystem entspricht dies der 7.-9. Klasse), wovon eine 44 Schüler umfasst. So enorm diese Zahl auch auf den ersten Blick erscheint, so gering ist sie auch verglichen mit anderen Schulen aus der Umgebung, die mit bis zu 90 Schülern pro Klasse aufwarten. Dass ESK nur aus drei, statt wie normalerweise sechs Stufen besteht, hat einen einleuchtenden Grund. Pater Schulz‘ Anliegen ist es zunächst die vorhandenen Strukturen zu stärken und den Schülern eine entsprechende Ausbildung und Versorgung zukommen zu lassen. Würde ESK nun aus mehr Klassen bestehen, so käme es zu logistischen, als auch organisatorischen Engpässen.

Die Schüler kommen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten, mit den unterschiedlichsten familiären Hintergründen. Neben Vollwaisen und Halbwaisen, stammen die Schüler aus sehr armen, aber auch bisweilen wohlsituierten Familienhäusern. Sozial schwache Kinder werden durch Patenschaften gefördert, und ihre Schulgebühren von Hameau des Jeunes übernommen. Die Schüler werden koedukativ unterrichtet. Alle tragen eine Schuluniform, woran sich auch sofort ein Schüler von ESK identifizieren lässt.

Der Unterricht beginnt jeweils um 8 Uhr, und endet um 12:30 Uhr. Danach schließt sich eine Mittagspause mit Essensausgabe. Am Nachmittag wird der Unterricht von 14 Uhr bis 16:30 Uhr fortgesetzt. Beim Nachmittagsunterricht handelt es sich jedoch meist um zusätzlichen Sportunterricht. Die Aufgabe der sogenannten animateur ist dabei, die Schüler bei Laune bzw. Bewegung zu halten. Ebenso werden Neigungskurse angeboten, in denen die Schüler zum Beispiel das „traditionelle“ Trommeln, als auch den Tanz des intore erlernen können.